Beziehungen bearbeiten
In der rechten Region des Editors sitzt neben Eigenschaften der Tab Beziehungen. Er zeigt, wie die geöffnete Notiz mit anderen Notizen und mit dem Web verbunden ist — wer hier arbeitet, baut das Netz aus Verknüpfungen, aus dem Apparat seinen Wert zieht. Du legst hier ausgehende Beziehungen an, ergänzt sie um Zusatzangaben, räumst sie auf und siehst auf einen Blick, welche anderen Notizen auf die offene zeigen.
Wie Beziehungen grundsätzlich aufgebaut sind — verbhafte Namen wie works_at oder knows, gerichtet, mit optionalen Zusatzfeldern — steht unter Entität — Beziehungsfelder.
Lese-Ansicht
Beim Öffnen einer Notiz zeigt der Tab fünf Abschnitte untereinander:
- Beziehungen der Notiz — die ausgehenden Verknüpfungen, gruppiert nach ihrem Typ. Jede Zeile trägt links den Beziehungstyp, rechts die Zielnotiz mit Symbol und Titel. Ein Klick auf das Ziel öffnet die verknüpfte Notiz. Ist eine Beziehung gegenseitig — zeigt die andere Notiz also zurück —, trägt die Zeile zusätzlich ein ↔-Symbol direkt hinter der Nummerierung; so erkennst du wechselseitige Verbindungen auf einen Blick, ohne den Typ der Gegenrichtung ausschreiben zu müssen.
- Erwähnungen im Text — Notizen, die du im Schreibtext verlinkt hast, ohne sie als formale Beziehung einzutragen. Sie erscheinen hier automatisch, sobald der Link im Text steht und die Notiz gespeichert ist.
- Vorgeschlagene Beziehungen — Namen, die du im Text erwähnst, aber noch nicht verlinkt hast. Apparat erkennt sie beim Schreiben und schlägt sie zum Verknüpfen vor; wie das funktioniert, steht unter Vorschläge beim Schreiben. Hat Apparat nichts erkannt, fehlt der Abschnitt.
- Externe Verweise — Verknüpfungen ins Web: Adresse, Titel und ein optionaler Format-Hinweis. Ein Klick öffnet die Seite in einem neuen Tab.
- Eingehende & verwandte Einträge — am Fuß des Tabs. Hier stehen Notizen, über die die offene noch keine eigene Beziehung aussagt, in einer Liste zusammengeführt: zum einen alle, die auf sie zeigen (mit dem eingehenden Beziehungstyp rechts), zum anderen Notizen, die inhaltlich nahe sind und die Apparat aus der Ähnlichkeit der Inhalte vorschlägt. Ein bloßer Link im Schreibtext zählt dabei nicht als eigene Beziehung: verlinkst du eine Notiz nur im Text, während sie umgekehrt eine Beziehung auf dich führt, steht sie in beiden Abschnitten — oben als Erwähnung, hier mit ihrem eingehenden Typ. Das ist Absicht, denn die Erwähnung sagt nur, dass etwas zurückzeigt, nie was. Jede Zeile trägt einen Verknüpfen-Schalter (Ketten-Symbol), der eine ausgehende Beziehung zu ihr anlegt. Zeigt nichts auf die Notiz und ist nichts inhaltlich nahe, fehlt der Abschnitt.
Legst du eine Beziehung an, die von einer anderen Notiz auf die offene zeigt, erscheint sie sofort in diesem Abschnitt — farblich abgesetzt, solange sie noch nicht gespeichert ist. Das gilt auch dann, wenn die offene Notiz über dieselbe andere schon eine eigene Beziehung aussagt: die vorgemerkte Zeile steht hier trotzdem, denn oben bei den ausgehenden Beziehungen gibt es keine Stelle, die eine noch nicht gespeicherte Gegenrichtung anzeigen könnte — sie wäre sonst nirgends zu sehen und auch nicht zurückzunehmen. Die Zeile nennt dann nur, was vorgemerkt ist; die bereits gespeicherte Beziehung bleibt oben stehen. Sie wird nämlich in die andere Notiz geschrieben und hätte in den Rastern der offenen sonst keine Zeile; ohne diese Vorschau wäre bis zum Speichern nichts von ihr zu sehen. Merkst du mehrere Beziehungen für dieselbe Notiz vor, stehen sie alle nebeneinander in derselben Zeile. Verwirfst du die Änderung, verschwindet sie wieder. Solange sie noch nicht gespeichert ist, lässt sich eine solche Zeile ansehen, aber nicht bearbeiten — ihr Verknüpfen-Schalter ruht bis zum Speichern.
Eine vorgemerkte Beziehung überlebt Neuladen und Sitzungsende, die Zielnotiz kann in der Zwischenzeit also gelöscht worden sein. Dann gibt es beim Speichern nichts mehr, in das Apparat sie schreiben könnte: Deine übrigen Änderungen werden ganz normal gesichert, und ein Hinweis über der Notiz sagt dir, wie viele vorgemerkte Beziehungen nicht geschrieben werden konnten. Ohne diesen Hinweis wäre der Unterschied zu einer geschriebenen Beziehung nicht zu sehen — die Zeile verschwindet in beiden Fällen. Den Hinweis kannst du schließen, wenn du ihn gelesen hast.
Anders als beim Anlegen aus der Suche ist der Beziehungstyp hier nicht vorbelegt — du wählst ihn selbst, weil die bloße inhaltliche Nähe nichts über die Art der Beziehung sagt. Verknüpfst du eine eingehende Zeile, wird die Beziehung damit gegenseitig (und wandert mit dem ↔-Symbol nach oben zu den ausgehenden Beziehungen). Sobald du einen Eintrag verknüpfst, verschwindet er aus diesem Abschnitt — er ist ja nun verbunden; verwirfst du die Änderung ungespeichert, kommt er beim nächsten Laden zurück. Die verwandten Vorschläge beziehen sich auf den zuletzt gespeicherten Stand der Notiz.
Fundstellen finden
Beim formatierten Bearbeiten hilft dir eine Kopplung zwischen Text und Seitenleiste, den Bezug zwischen einem Link und seiner Zeile zu sehen — beide Richtungen, immer für eine Zielnotiz auf einmal:
- Fährst du im Text über einen Link auf eine andere Notiz, leuchtet alles zu dieser Notiz zugleich auf: im Text alle Stellen, an denen du sie verlinkt hast, und in der Seitenleiste alle Zeilen, die auf sie zeigen — die Erwähnung und, falls vorhanden, die ausgehende Beziehung.
- Fährst du umgekehrt über eine Zeile in der Seitenleiste — oder wanderst mit der Tastatur auf sie —, leuchtet derselbe Verbund auf: alle Fundstellen im Text und die zugehörigen Zeilen.
Eine Zeile, deren Ziel du gar nicht im Text verlinkt hast, hat nichts hervorzuheben — dann bleibt der Text ruhig. Die Hervorhebung ist eine reine Lesehilfe; sie verändert nichts und ist auf das formatierte Bearbeiten beschränkt.
Eine Beziehung anlegen
Unter der Liste der ausgehenden Beziehungen sitzt der Schalter Neue Beziehung. Ein Klick öffnet ein Formular mit drei Bestandteilen, von oben nach unten als gerichtete Aussage zu lesen:
- Quell-Eintrag — die Notiz, in deren Beziehungsfeldern die neue Beziehung landet. Das ist die gerade geöffnete Notiz; sie steht fest und wird als Zeile mit Symbol und Titel angezeigt, damit die Richtung sichtbar ist.
- Beziehungstyp — ein Eingabefeld mit Vorschlägen. Tippst du hinein, schlägt Apparat die im Vault bereits verwendeten Typen vor; einen neuen Typ darfst du trotzdem frei eintippen.
- Ziel-Eintrag — die Zielnotiz.
Bei welcher Notiz du eine Beziehung anlegst, folgt einer einfachen Probe: Der Typ muss sich als wahrer Satz von der offenen Notiz aus lesen — works_at bei der Person, written_by beim Artikel. Die Regeln dazu stehen unter Entität — Beziehungsfelder.
Bequemer geht es über die Suche: Im Suche-Tab der linken Region trägt jeder Treffer einen Aktions-Schalter, der direkt eine Beziehung zur getroffenen Notiz anlegt — mehr dazu unter Notizen suchen. Der Beziehungstyp ist dann mit mentions vorbelegt und bleibt überschreibbar.
Legst du eine zweite Beziehung desselben Typs an, fasst Apparat beide still zu einer Liste zusammen; eine vorhandene einzelne Beziehung muss dafür nicht von Hand umgebaut werden.
Zusatzangaben zu einer Beziehung
Eine Beziehung kann festhalten, wann sie begann, in welcher Rolle oder unter welchen Konditionen — Apparat nennt solche Zusatzangaben Eigenschaften der Beziehung. In der Lese-Ansicht trägt jede Beziehungszeile einen +-Schalter; er öffnet ein Formular mit den Feldern Eigenschaft (der Name, etwa since oder role) und Wert.
Die Namen target, label und path sind für Apparats eigene Buchhaltung reserviert und lassen sich nicht als Eigenschaft vergeben. Versuchst du es doch, weist das Formular die Eingabe mit einer konkreten Meldung am Feld ab.
Eine bereits gesetzte Eigenschaft änderst oder löschst du über das Aktions-Menü ihrer Zeile — derselbe Weg wie bei den freien Feldern im Eigenschaften-Tab. Entfernst du die letzte Eigenschaft einer Beziehung, bleibt die Beziehung selbst erhalten.
Verwandte Beziehungstypen zusammenführen
Damit das Vokabular nicht zerfasert, achtet Apparat beim Anlegen und beim Umbenennen auf den Beziehungstyp. Tippst du einen Typ, der einem bestehenden stark ähnelt — etwa WorksAt neben dem schon genutzten works_at —, fragt Apparat nach, ob du den bestehenden Typ übernehmen willst, statt eine zweite Schreibweise zu etablieren. Du entscheidest pro Fall: den Vorschlag annehmen oder bei deiner Eingabe bleiben.
Eine Beziehung löschen oder umsortieren
Jede Beziehungszeile trägt in der Aktions-Spalte einen Löschen-Schalter; mit aktiviertem JavaScript findest du ihn im Aktions-Menü der Zeile. Trägt ein Beziehungstyp mehrere Ziele, verschiebst du sie innerhalb ihrer Gruppe über die Schalter nach oben / nach unten im Menü, mit Alt + Pfeil hoch/runter oder per Ziehen mit der Maus — genau wie die Elemente einer Liste im Eigenschaften-Tab. Ohne JavaScript stehen die beiden Pfeil-Schalter direkt in der Zeile.
Ein Ziel wechselst du, indem du die alte Beziehung löschst und eine neue anlegst — so durchläuft das neue Ziel dieselben Prüfungen wie beim ersten Anlegen.
Externe Verweise
Unter Externe Verweise sitzt der Schalter Neuer Verweis. Das Formular fragt nach der Adresse und optional nach Titel und Format. Lässt du Titel oder Format leer, kannst du sie später über die Synchronisieren-Aktion am Eintrag aus der verlinkten Seite nachladen. Mehrere Verweise ordnest du wie die Beziehungen darüber um — über das Menü, mit Alt + Pfeil hoch/runter oder per Ziehen.
Übernehmen heißt noch nicht speichern
Wie im Eigenschaften-Tab landet jede Änderung erst dann auf der Festplatte, wenn du den Speichern-Schalter in der Werkzeugleiste auslöst — siehe Eine Notiz schreiben. Bis dahin kannst du Beziehungen anlegen, Eigenschaften ergänzen, den Schreibtext ändern und am Ende alles in einem Schritt sichern. Verlässt du den Editor mit ungesicherten Änderungen, fragt der Browser nach.