Vorschläge beim Schreiben
Während du eine Notiz schreibst, liest Apparat im Hintergrund mit: Eine lokale Spracherkennung erkennt die im Text genannten Personen, Orte und Organisationen und prüft, ob sie schon verlinkt sind. Was du erwähnst, aber noch nicht verknüpft hast, schlägt Apparat dir zum Verknüpfen vor — du musst nicht selbst daran denken, jeden Namen nachzuschlagen und von Hand zu verlinken. Für die Vorschläge wird kein Sprachmodell und keine Cloud angefragt; die Erkennung läuft auf deinem Rechner.
Die Vorschläge erscheinen im Tab Beziehungen der rechten Region, im Abschnitt Vorgeschlagene Beziehungen — direkt über den externen Verweisen. Apparat führt nichts von selbst aus; jeder Vorschlag wartet auf deine Entscheidung.
Wie ein Vorschlag entsteht
Schreibst du etwa „Gestern war ich bei Maria Beispiel", ohne Maria Beispiel zu verlinken, erkennt Apparat den Namen und gleicht ihn gegen deinen Vault ab. Je nachdem, was der Abgleich findet, gehört der Vorschlag zu einer von drei Klassen:
- bekannter Treffer — der Name passt eindeutig auf eine vorhandene Notiz. Die Zeile zeigt sie mit Symbol und Titel; ein Klick öffnet sie.
- nahe Übereinstimmung — es gibt eine ähnliche, aber nicht eindeutige Notiz. Apparat zeigt den wahrscheinlichsten Kandidaten.
- neuer Vorschlag — im Vault gibt es noch nichts Passendes. Apparat schlägt vor, den Namen als neue Notiz anzulegen.
Stehen mehrere Vorschläge an, sind sie alphabetisch sortiert.
Einen Vorschlag übernehmen
Jede Vorschlagszeile trägt zwei Aktionen — Im Text verknüpfen und Neue Beziehung. Mit aktiviertem JavaScript findest du sie im Aktions-Menü der Zeile; ohne JavaScript stehen sie als Schalter direkt in der Zeile. Beide Aktionen stehen bei allen drei Klassen zur Verfügung; bei einem neuen Vorschlag legen sie die Notiz jeweils zuerst an.
Im Text verknüpfen fügt einen Link auf die Notiz in deinen Schreibtext ein — an der ersten Stelle, an der der Name vorkommt und noch nicht verlinkt ist:
- Bei einem bekannten Treffer oder einer nahen Übereinstimmung verweist der Link auf die vorhandene Notiz.
- Bei einem neuen Vorschlag legt Apparat zunächst eine neue Notiz für den Namen an und verlinkt sie. Einen Typ trägt die neue Notiz noch nicht — den ergänzt du später, wenn du sie ausarbeitest.
Nennt dein Text dieselbe Person in zwei Schreibweisen — etwa einmal „Angela Merkel", später nur „Merkel" —, stehen dafür zwei Vorschläge, und jeder verknüpft die Stelle, die zu ihm gehört: Die Kurzform greift nicht das „Merkel" innerhalb von „Angela Merkel", auch wenn das die erste Fundstelle im Text wäre, sondern die erste, die kein anderer Vorschlag für sich beansprucht. Gehört jede Fundstelle einem anderen Vorschlag, bleibt der Text unverändert und die Zeile stehen — verknüpft wird dann nichts, statt an einer fremden Stelle. Damit das nicht wie ein wirkungsloser Klick aussieht, meldet Apparat es als Warnung oben im Hauptbereich: Sie sagt, dass jede Fundstelle des Namens bereits vergeben ist — er steckt in einer längeren Nennung oder trägt schon einen Link — und dass der Vorschlag stehen bleibt. Bei einem neuen Vorschlag nennt die Warnung zusätzlich die Notiz, die dabei schon angelegt wurde, als Link: ein Klick führt direkt dorthin, sodass du sie von Hand einbauen oder löschen kannst, ohne sie erst suchen zu müssen. Die Warnung erscheint mit und ohne JavaScript gleich.
Für Neue Beziehung gilt dieselbe Regel: Der Link, den das Anlegen einer Beziehung nebenbei im Text setzt, landet an genau der Stelle, die auch Im Text verknüpfen gewählt hätte. Beide Aktionen einer Zeile meinen dieselbe Textstelle.
Bei einem neuen Vorschlag legt Neue Beziehung die Notiz zuerst an und öffnet die Beziehungs-Maske dann mit ihr als Ziel — du musst sie also nicht erst anlegen, wiederfinden und von Hand als Ziel eintragen. Die Notiz ist damit geschrieben, auch wenn du die Maske anschließend abbrichst; sie liegt dann unverknüpft im Vault, wie eine von Hand angelegte.
Sobald der Link im Text steht, verschwindet die Vorschlagszeile: Die Erwähnung ist ja jetzt verknüpft. Die Notiz taucht stattdessen unter den Erwähnungen auf.
Verknüpfen setzt nur einen Link im Text — es trägt keine formale Beziehung in die Beziehungsliste ein. Eine Erwähnung ist die lose Variante: „diese Notiz kommt hier vor". Neue Beziehung dagegen macht daraus eine ausdrückliche, gerichtete Beziehung (mit einem Typ wie works_at): Sie öffnet dieselbe Maske wie Neue Beziehung im Beziehungen-Tab, mit dem erkannten Namen vorbelegt, und verlinkt ihn zugleich im Text.
Beziehungstypen erkennen
Zu den erkannten Namen kann Apparat auf Wunsch auch erkennen, wie zwei davon zusammenhängen — ob eine Person bei einer Organisation arbeitet, jemand ein Werk geschrieben hat, und so fort. Diese Erkennung braucht mehr Verständnis als das bloße Finden von Namen und läuft deshalb über ein Sprachmodell; sie wird nicht bei jedem Tastendruck ausgeführt, sondern erst, wenn du sie anstößt.
Unter der Vorschlagsliste sitzt dafür der Schalter Beziehungstypen aktualisieren mit dem Aktualisieren-Symbol. Ein Klick liest den aktuellen Text durch und merkt sich die gefundenen Beziehungstypen. Fand Apparat für einen Vorschlag einen Typ, erscheint er als kleine Marke am rechten Rand der Zeile — dieselbe Marke, die auch die verwandten und eingehenden Einträge tragen. Sie sagt, dass hier ein Typ wie works_at erkannt wurde, nicht, in welche Richtung die Beziehung zeigt. Öffnest du für diese Zeile Neue Beziehung, ist das Typ-Feld der Maske bereits mit dem erkannten Typ ausgefüllt — du musst ihn nicht abtippen und kannst ihn vor dem Anlegen jederzeit ändern.
Die Maske zeigt die Beziehung als gerichtete Aussage — von oben nach unten gelesen: Quelle · Typ · Ziel. Die Richtung ergibt sich aus dem, was Apparat erkannt hat. Meist ist deine aktuelle Notiz die Quelle und der erkannte Name das Ziel. Zeigt die erkannte Beziehung aber umgekehrt — vom erkannten Namen auf deine aktuelle Notiz (etwa „der genannte Verlag hat veröffentlicht deine Notiz") —, dann gehört die Beziehung in die Notiz des erkannten Namens, nicht in deine. Apparat legt sie dort an; du bleibst dabei auf deiner Notiz, und die neue Beziehung erscheint danach unter deinen eingehenden Einträgen.
Die vorgeschlagene Richtung ist dabei kein Zwang. Neben dem Typ-Feld sitzt der Schalter Beziehungsrichtung wechseln (zwei gegenläufige Pfeile): Ein Klick vertauscht Quelle und Ziel — und damit auch, in welcher der beiden Notizen die Beziehung landet. Hat Apparat für dieselben zwei Notizen Beziehungen in beide Richtungen gefunden, wechselt der Typ gleich mit, denn jede Richtung hat ihren eigenen: „Maria arbeitet bei Tollwerk" umgedreht ist nicht „Tollwerk arbeitet bei Maria", sondern etwa „Tollwerk beschäftigt Maria". Ist nur eine Richtung erkannt, bleibt der eingetragene Typ stehen und du passt ihn selbst an. Der Schalter erscheint überall dort, wo der zweite Eintrag schon feststeht — also auch bei einer Beziehung, die du von einem Suchtreffer oder aus dem Verlauf heraus anlegst. In der leeren Neue Beziehung-Maske, in die du das Ziel erst selbst einträgst, fehlt er: dort steht noch nicht fest, womit getauscht werden soll.
Mit aktiviertem JavaScript wechselt die Maske dabei an Ort und Stelle, ohne dass die Seite neu lädt, und der Schalter behält den Tastaturfokus — ein zweiter Druck dreht die Richtung wieder zurück. Hast du zuvor einen eigenen Typ eingetragen, reist er mit: Ist nur eine Richtung erkannt, steht er nach dem Wechsel unverändert im Feld; sind beide erkannt, tauschen die zwei Typen die Plätze und dein eingetragener ist der, zu dem der Rückweg führt.
Ohne JavaScript lädt der Klick die Seite neu und zeigt die Maske danach in der anderen Richtung. Der Wechsel ist dort ein gewöhnlicher Link, und ein Link nimmt keine Formulareingaben mit — hast du den Typ vor dem Wechsel überschrieben, steht danach wieder der erkannte Typ im Feld. Trage ihn deshalb ohne JavaScript am besten erst ein, wenn die Richtung stimmt.
Mit aktiviertem JavaScript geschieht das an Ort und Stelle: Die Vorschlagsliste aktualisiert sich mit den gefundenen Marken, ohne dass die Seite neu lädt. Ohne JavaScript lädt der Klick die Seite neu und zeigt die Marken danach.
Weil die Erkennung ein Sprachmodell anfragt, bleibt sie bewusst deiner Entscheidung überlassen. In den Einstellungen kannst du vorwählen, dass sie stattdessen im Hintergrund mitläuft, während du schreibst — dann musst du den Schalter nicht mehr anstoßen; die Marken erscheinen von selbst, kurz nachdem sich dein Text beruhigt hat. Dieses Mitlaufen im Hintergrund setzt eingeschaltetes JavaScript voraus.
Die Vorschläge folgen deinem Text
Die Liste hält sich an das, was im Schreibfeld steht: Tippst du einen neuen Namen, erscheint kurz darauf ein Vorschlag dazu; übernimmst du einen oder verlinkst den Namen von Hand, fällt er weg. Mit aktiviertem JavaScript geschieht das live während des Tippens; ohne JavaScript aktualisieren sich die Vorschläge beim nächsten Speichern.
Erkannte Namen direkt im Text
Schreibst du im formatierten Modus und mit aktiviertem JavaScript, zeigt Apparat dieselben Vorschläge zusätzlich an Ort und Stelle: Der erkannte Name ist im Text dezent violett unterpunktet — in derselben Farbe, in der auch die Vorschlagsliste steht, und an genau der Stelle, an der eine Übernahme ihn verlinken würde. So siehst du beim Schreiben, dass ein Name im Vault bekannt ist, ohne den Blick in die rechte Region zu verlagern.
- Mit dem Zeiger fährst du über den unterpunkteten Namen; er hebt sich hervor, und ein kleines Feld mit denselben zwei Aktionen — Im Text verknüpfen und Neue Beziehung — klappt darüber auf.
- Mit der Tastatur setzt du die Schreibmarke in den Namen und öffnest dasselbe Feld mit
Alt + Eingabe.
Die Aktionen wirken wie in der Vorschlagsliste: Im Text verknüpfen setzt den Link, Neue Beziehung öffnet die Beziehungs-Maske mit dem Namen als Ziel — bei einem neuen Vorschlag legen beide zuvor die Notiz an. Fährst du umgekehrt in der Liste über einen Vorschlag, leuchtet der Name im Text an genau der Stelle auf, die zu ihm gehört — beide Seiten zeigen denselben Vorschlag. Bei zwei Schreibweisen desselben Namens ist das für jede Zeile eine andere Stelle: Die Kurzform unterpunktet nicht den Namensteil innerhalb der Langform, sondern ihr eigenes Vorkommen weiter im Text.
Ohne JavaScript oder in der Quelltext-Ansicht bleibt die Vorschlagsliste in der rechten Region der Weg; im Text erscheinen dort keine Markierungen.