Eine Notiz schreiben

Dieses Kapitel beschreibt die Bearbeiten-Ansicht der Notizfläche in der Mitte des Editors — den Zustand, in dem sich schreiben lässt. Eine gespeicherte Notiz öffnet sich standardmäßig zuerst in der Leseansicht; in die Bearbeitung führt der Stift-Schalter in der Werkzeugleiste (siehe Lesen und Bearbeiten), und welcher der beiden Zustände beim Öffnen erscheint, legst du in den Einstellungen fest.

Womit du schreibst, legst du in den Einstellungen fest — im formatierten Text (Voreinstellung) oder im Markdown-Quelltext. Beide Wege schreiben dieselbe Datei.

Formatiert schreiben

Status: in Arbeit — die Schreibfläche steht und lässt sich benutzen, samt Menü zum Wählen des Blocktyps und zum Umordnen ganzer Blöcke (siehe unten).

Die Notizfläche zeigt den Text so, wie er gelesen wird: Überschriften sind Überschriften, Listen sind Listen, Fettung ist fett. Die Markdown-Zeichen selbst bleiben unsichtbar.

Formatiert wird beim Tippen. Wer # an den Zeilenanfang setzt, schreibt ab da in einer Überschrift; - beginnt eine Liste; **Wort** wird fett, sobald die zweiten Sternchen stehen. Wer die Zeichen nicht tippen mag, nimmt die üblichen Tastenkürzel — Strg + B für Fettung, Strg + I für Kursiv, Strg + E für Code, Strg + Z macht rückgängig. Eingerückt wird in Listen mit Strg + ], zurück mit Strg + [.

Markierst du Text, erscheint darüber eine kleine Format-Toolbar: fett, kursiv, Code und Verlinken, direkt auf die Auswahl anwendbar. Der aktive Knopf bleibt gedrückt, solange die Auswahl die Auszeichnung trägt. Mit der Tastatur erreichst du die Toolbar über Alt + T (bei markiertem Text); dort wanderst du mit den Pfeiltasten zwischen den Knöpfen, wendest einen mit Leertaste oder Enter an und kommst mit Esc in den Text zurück. Der Link-Knopf öffnet denselben Verlinkungs-Helfer, den Alt + K ruft.

Den Blocktyp wählen

Statt die Markdown-Zeichen selbst zu tippen, kannst du den Blocktyp auch aus einem Menü wählen. Tippst du am Zeilenanfang ein /, öffnet sich eine Liste: Absatz, Überschrift 1 bis 6, Aufzählung, nummerierte Liste, Zitat, Codeblock, Tabelle und Trennlinie. Tippe weiter, um die Liste einzugrenzen, und wähle mit den Pfeiltasten und Enter — oder per Mausklick. Der Block, in dem der Cursor steht, wird daraufhin zum gewählten Typ.

Dasselbe Menü öffnet Alt + B, ohne dass du ein / tippen musst. Mit Esc schließt du es wieder, ohne etwas zu ändern. Für Überschriften und Absätze geht es noch schneller: Alt + 1 bis Alt + 6 macht den aktuellen Block direkt zur Überschrift der jeweiligen Ebene, Alt + 0 wieder zu einem gewöhnlichen Absatz — ohne den Umweg über das Menü. Das Menü gibt es nur im formatierten Text — im Quelltext schreibst du die Zeichen wie gewohnt selbst.

Blöcke umordnen

Ganze Blöcke — ein Absatz, eine Überschrift, eine Liste, eine Tabelle — lassen sich verschieben, ohne den Text auszuschneiden und wieder einzufügen. Fährst du mit der Maus an den Anfang eines Blocks, erscheint links ein Griff: Ziehe ihn, und der Block wandert an die Stelle, an der du ihn ablegst.

Mit der Tastatur schiebst du den Block, in dem der Cursor steht, mit Alt + Pfeil hoch/runter eine Position nach oben oder unten — dasselbe Kürzel, mit dem sich auch die Werte einer Listen-Eigenschaft umordnen lassen. Das Umordnen gibt es nur im formatierten Text; einen Block löschst du, indem du seinen Text entfernst.

Die Tabulator-Taste rückt bewusst nicht ein: sie verlässt die Schreibfläche und führt zum nächsten Bedienelement — so, wie sie es überall sonst tut. Wer mit der Tastatur arbeitet, kommt damit aus jeder Stelle des Textes wieder heraus, auch aus einer Liste oder Tabelle.

Listen verschachteln

Einen Punkt einer Aufzählung oder nummerierten Liste rückst du mit Alt + Pfeil rechts eine Ebene tiefer: Er wird zum Unterpunkt des Punktes darüber. Alt + Pfeil links holt ihn wieder eine Ebene heraus; steht er schon auf der obersten Ebene, löst ihn das ganz aus der Liste und macht einen normalen Absatz daraus. So baust du verschachtelte Listen allein mit der Tastatur — die Tabulator-Taste bleibt dafür frei, weil sie zum Verlassen der Schreibfläche gebraucht wird.

Tabellen bearbeiten

Eine Tabelle fügst du wie jeden anderen Block über das Blocktyp-Menü ein. Um sie danach umzubauen, setzt du den Cursor in eine Zelle und drückst Alt + I: Ein Menü öffnet sich mit allen Tabellen-Aktionen — eine Zeile darüber oder darunter einfügen, eine Spalte links oder rechts einfügen, die aktuelle Zeile oder Spalte löschen, eine Zeile oder Spalte verschieben, die Spalte links, mittig oder rechts ausrichten, oder die ganze Tabelle löschen. Tippe zum Eingrenzen, wähle mit den Pfeiltasten und Enter oder per Mausklick; jede Aktion bezieht sich auf die Zelle, in der der Cursor steht. Das Menü gibt es nur im formatierten Text — im Quelltext bearbeitest du die Tabelle wie gewohnt Zeichen für Zeichen.

Eingebettete Bilder siehst du beim Schreiben so, wie sie später gelesen werden: Ein Bild aus der Sammlung, das im Text eingebettet ist, zeigt sein Motiv, nicht seinen Dateinamen. In der Datei bleibt es ein gewöhnlicher Verweis auf die Datei neben der Notiz — die Sammlung bleibt damit auch außerhalb von Apparat vollständig lesbar.

Den Quelltext ansehen und korrigieren

Ein Schalter in der Werkzeugleiste (Symbol </>, zwischen Speichern und Ansehen) — oder das Tastenkürzel Alt + U — zeigt den Markdown-Quelltext, genau die Zeichen, die in der Datei stehen. Dort lässt sich von Hand korrigieren, was sich formatiert schlecht ausdrücken lässt. Ein erneuter Klick (oder Alt + U) führt zurück in den formatierten Text; die Handkorrektur wird dabei übernommen und beim nächsten Speichern genau so geschrieben, wie du sie getippt hast.

Die Schreibmarke bleibt beim Umschalten stehen, wo sie war: Wer mitten im Text in den Quelltext wechselt, landet an derselben Stelle im Markdown — und beim Zurückschalten wieder im Text. Du kannst sofort weiterschreiben, ohne dich neu zurechtzufinden.

Der Quelltext ist ein flüchtiger Blick, kein zweiter Modus: Beim Neuladen oder beim Öffnen einer anderen Notiz bist du wieder im formatierten Text.

Zur Schreibweise der Datei. Solange du eine Notiz nur ansiehst — auch im Quelltext —, bleibt ihre Datei unangetastet. Sobald du das erste Mal etwas änderst, schreibt Apparat sie beim Speichern in seiner eigenen, einheitlichen Markdown-Schreibweise: Kursives in _Unterstrichen_, Listen mit -, Tabellenspalten bündig ausgerichtet. Bei einer von Hand geschriebenen Notiz kann das beim ersten Mal etwas anders aussehen als zuvor — inhaltlich ändert sich nichts, und ab dann bleibt die Schreibweise stabil.

Im Quelltext schreiben

Wer die Einstellung abwählt, schreibt durchgehend in der Markdown-Quellansicht: du tippst dieselbe Auszeichnung, die nachher auf der Festplatte steht — # Überschrift, **Fettung**, Listen, Code-Blöcke, verlinkte Notizen als gewöhnliche Markdown-Links. Was du siehst, ist was im Vault liegt. Dasselbe gilt ohne JavaScript — dann ist die Quellansicht immer die Schreibfläche.

Speichern

Rechts in der Werkzeugleiste sitzt der Speichern-Schalter (Disketten-Symbol). Ein Klick speichert die Notiz; eine Bestätigung („Erfolgreich gespeichert") wird für unterstützende Technologien angesagt. Solange es nichts zu speichern gibt, ist er ausgegraut und tut nichts — er lässt sich weiterhin anwählen und sagt unterstützenden Technologien an, dass er gerade nicht verfügbar ist. Damit verhält er sich genau wie der Zurücksetzen-Schalter: beide sind für dieselben Änderungen zuständig, also sind sie zusammen bedienbar und zusammen still.

Daneben sitzt die Zustands-Anzeige und zeigt in drei Stufen, woran du bist:

Daneben sitzt der Ansehen-Schalter (Augen-Symbol). Gibt es Ungespeichertes, speichert er es und wechselt anschließend in die Leseansicht — getippte Änderungen gehen dabei also nicht verloren. Ist ohnehin alles gespeichert, wechselt er einfach hinüber, ohne die Notiz noch einmal zu schreiben. Er ist nie ausgegraut: hinüberwechseln lässt sich immer.

Da weitermachen, wo du aufgehört hast

Was du schreibst, ohne es zu speichern, merkt Apparat sich auf deinem Gerät und legt es beim nächsten Öffnen der Notiz von selbst wieder hin. Ein abgestürzter Browser, ein Tab, den das Telefon im Hintergrund weggeräumt hat, ein versehentlich geschlossenes Fenster — nichts davon kostet dich deinen Text. Auf der Festplatte ändert sich dabei nichts: Gespeichert wird weiterhin nur, wenn du es sagst.

Das gilt auch für eine Notiz, die es noch gar nicht gibt: Ein halb ausgefüllter Anlage-Bildschirm ist beim nächsten Aufruf wieder da.

Drei Dinge sind dabei gut zu wissen:

Ungespeicherte Änderungen verwerfen

Die Zustands-Anzeige ist zugleich der Zurücksetzen-Schalter. Solange alles gespeichert ist, lässt sie sich zwar anwählen, tut aber nichts. Zeigt sie ungespeicherte Änderungen, führt ein Klick zu einer Rückfrage: Zurücksetzen wirft das Ungespeicherte weg und holt den Stand von der Festplatte zurück, Abbrechen gibt dir die Bearbeitung unversehrt zurück.

Verwerfen kannst du damit auch das, was Apparat für dich aufgehoben hat — der gemerkte Stand verschwindet mit.

Schließen

Ganz links in der Werkzeugleiste sitzt der Schließen-Schalter (Symbol x). Ein Klick führt dich zurück in den Empty-State der Sammlung; in dem Moment trennst du dich von der geöffneten Notiz und kannst eine neue anlegen oder eine andere öffnen.

Hast du eine Datei zum Anhängen vorgemerkt, aber noch nicht gespeichert, fragt der Browser vor dem Verlassen nach — eine vorgemerkte Datei ist das Einzige, was Apparat für dich nicht aufheben kann.

Verlinken auf andere Notizen

Apparat folgt dem normalen Markdown-Verlinkungs-Modell: ein Link auf eine andere Notiz im selben Vault ist ein gewöhnlicher Markdown-Link mit relativem Pfad — [Maria Beispiel](./2026-04-19--maria-beispiel--V1StGXRa.md). Den vollständigen Dateinamen der Ziel-Notiz liest du an deren URL in der Adresszeile ab; bei vielen Notizen hilft entity list auf der Kommandozeile.

Im Schreiben verlinken

Den Dateinamen musst du dir aber nicht merken. Mitten im Text öffnest du einen kleinen Auswahl-Helfer, der die passende Notiz für dich sucht und den fertigen Link an der Schreibmarke einsetzt:

Der Helfer legt sich als Feld vor die Notiz — immer an derselben Stelle, im oberen Drittel des Schreibbereichs; der Rest der Seite tritt so lange zurück. Tippe einen Teil des Titels der gesuchten Notiz in das mit „Ziel" beschriftete Feld; die Trefferliste filtert mit. Du musst den Titel nicht vollständig oder exakt treffen — ein paar Wörter genügen, und selbst eine zu ausführliche Eingabe („Tollwerk GmbH & Co. KG") findet noch den kürzeren Bestandstitel („Tollwerk GmbH"). Wähle einen Treffer mit den Pfeiltasten und Enter oder per Klick und bestätige mit Verknüpfen — erst dann landet der Link an der Schreibmarke, nicht schon bei der Auswahl. Mit Abbrechen oder Esc schließt du den Helfer, ohne etwas einzufügen.

Hattest du vor dem Öffnen Text markiert, öffnet sich der Helfer gleich mit diesem Text im Feld und sucht sofort danach — so siehst du auf einen Blick, ob es die gemeinte Notiz schon gibt. Verknüpfst du einen Treffer, wird der markierte Text zur Beschriftung des Links (die Ziel-Notiz bleibt dieselbe). Hast du den Helfer mit @ gerufen, tritt der Link an die Stelle des @ — es bleibt nichts stehen. Nach dem Einfügen steht die Schreibmarke hinter dem Link, du schreibst also direkt dahinter weiter.

Willst du stattdessen einen neuen Eintrag anlegen, wählst du in der Liste einfach keinen Treffer aus, sondern lässt deinen eingegebenen Titel stehen. Dann wird im selben Helfer das Feld Typ bedienbar — ein Pflichtfeld, aber hattest du den Text als Person, Ort oder Organisation erkannt bekommen, ist er schon vorbelegt. Der Schalter heißt nun Anlegen & verknüpfen: ein Klick darauf erstellt die neue Notiz mit deinem Titel (bei markiertem Text diesem) und dem gewählten Typ und verlinkt sie sofort. Gibt es im Vault schon etwas sehr Ähnliches, taucht es in der Trefferliste mit auf — ein Klick darauf verlinkt die bestehende Notiz, statt eine zweite anzulegen, so entstehen keine Doppelungen. Ähnelt der eingegebene Typ einem, den es im Vault schon gibt (etwa „Personen", wo bereits „person" geführt wird), fragt der Helfer an genau dieser Stelle nach: Du übernimmst den vorhandenen Typ oder bestätigst deinen neuen — damit das Typ-Verzeichnis sauber bleibt, ganz wie beim Anlegen-Bildschirm.

Der Helfer arbeitet in beiden Schreibflächen gleich — in der gesetzten Fläche wie in der Quelltext-Ansicht.

Ohne JavaScript steht derselbe Weg über den Suche-Tab bereit: dort verlinkst du einen Treffer mit der Aktion „Im Text erwähnen", der den Link ans Ende der Notiz setzt — siehe Notizen suchen.

Du musst aber nicht einmal selbst ans Verlinken denken: Apparat erkennt beim Schreiben die genannten Namen und schlägt dir passende Verknüpfungen vor — siehe Vorschläge beim Schreiben.