Den Graphen ansehen
Der Graph-Tab in der rechten Region des Editors zeigt die Nachbarschaft der geöffneten Notiz als Diagramm: die Notiz in der Mitte, ringsum die Notizen, mit denen sie verknüpft ist. Er ist zum Erkunden gedacht — ein Blick darauf, was direkt zusammenhängt, ohne die Verknüpfungen einzeln durchzulesen.
Was der Graph zeigt
- In der Mitte sitzt die aktuell geöffnete Notiz.
- Ringe um die Mitte stehen für die Entfernung in Verknüpfungsschritten: der innere Ring sind die direkten Nachbarn, weiter außen folgen deren Nachbarn.
- Das Diagramm nutzt die ganze Fläche des Tabs aus — in einer hohen, schmalen Region sind die Ringe entsprechend in die Höhe gezogen, in einer breiten in die Breite. Welcher Knoten auf welchem Ring sitzt, ändert sich dadurch nicht. Änderst du die Fenster- oder Regionsgröße, verteilt sich das Diagramm sofort neu.
- Wie groß ein Knoten gezeichnet wird, sagt dir, wie viele Verknüpfungen die Notiz hat: je stärker vernetzt, desto größer.
- In jedem Knoten steht das Sinnbild seines Typs — dasselbe, das auch die Listen zeigen. Es ist aus der Scheibe ausgespart, sodass die Fläche dahinter durchscheint; du erkennst damit schon an der Form, was für eine Notiz vor dir liegt, bevor der Name lesbar ist.
- An jeder Linie zwischen zwei Knoten steht der Name der Beziehung, und daneben ein ausgefülltes Dreieck: Es zeigt auf die Notiz, zu der die Beziehung hinführt. Weil die Beschriftung mit der Linie mitgedreht wird und dabei immer lesbar bleibt, wechselt das Dreieck je nach Lage die Seite — es steht mal hinter, mal vor dem Namen, zeigt aber stets in die Richtung der Beziehung.
- Halten beide Notizen dieselbe Beziehung zueinander — zwei Personen, die sich gegenseitig als „kennt" eingetragen haben —, zeichnet der Graph dafür eine Linie statt zweier und setzt beide Dreiecke:
◄ knows ►. Zwei verschiedene Beziehungen zwischen denselben Notizen bleiben zwei Linien; zusammengefasst wird nur, was beide Seiten gleich benannt haben. - Eingehende und ausgehende Verknüpfungen erscheinen gleichermaßen — du siehst also auch die Notizen, die auf die geöffnete zeigen.
- Speicherst du die Notiz, zieht der Graph mit: eine gerade angelegte Verknüpfung ist sofort im Diagramm, ohne die Seite neu zu laden. Ist der Tab dabei gerade nicht zu sehen, wird beim nächsten Öffnen die neue Nachbarschaft gezeichnet.
- Der Graph liegt auf einer leicht abgetönten Fläche und übernimmt Schrift und Farben der übrigen Oberfläche. Stellt dein System auf ein helles oder dunkles Erscheinungsbild um, zieht das Diagramm sofort mit — auch bei offenem Tab.
Wie weit der Graph reicht
Am unteren Rand des Tabs wählst du über ein Auswahlmenü, über wie viele Schritte hinweg Nachbarn gezeigt werden: eine, zwei oder drei Beziehungsebenen. Eine Ebene zeigt nur die direkten Nachbarn — der übersichtliche Standard. Zwei und drei ziehen auch die übernächsten Notizen herein; das macht größere Zusammenhänge sichtbar, wird bei stark vernetzten Notizen aber schnell dicht. Sobald du eine andere Ebene wählst, passt sich das Diagramm sofort an: die neue Nachbarschaft liegt von Anfang an vollständig im sichtbaren Bereich, und während die Knoten ihre endgültigen Plätze suchen, wandert der Ausschnitt ruhig mit.
Mit der Tastatur geht das auch ohne Umweg über das Menü: Alt + Shift + 1, 2 oder 3 stellt die Ebene direkt ein — und blendet den Graph ein, falls er gerade nicht zu sehen ist. Alle Tastaturkürzel im Überblick.
Die gewählte Ebene bleibt erhalten, bis du sie wieder umstellst — auch wenn du eine andere Notiz öffnest, die Sammlung wechselst oder später zurückkommst. Wer lieber weiträumig schaut, stellt einmal auf zwei oder drei Ebenen und findet den Graphen von da an überall so vor.
Den Graphen bewegen
Das Diagramm ist beweglich. Ziehst du einen Knoten mit der Maus, folgt er ihr, und seine Nachbarn kommen elastisch mit — lässt du los, wandert er wieder in seine Ruhelage zurück, ohne den anderen Knoten zu nahe zu kommen. Zeigst du auf einen Knoten, treten er und seine direkten Nachbarn hervor und alles andere tritt sanft zurück; das macht auch ein dicht besetztes Diagramm lesbar. Hast du „Bewegung reduzieren" eingeschaltet, geschieht dieser Wechsel ohne Überblendung. Mit dem Mausrad zoomst du in kleinen Schritten, durch Ziehen auf freier Fläche verschiebst du den Ausschnitt. Sobald du den Ausschnitt selbst eingestellt hast, bleibt er so, bis du die Beziehungsebene wechselst. Die Beschriftungen ziehen beim Zoomen gedämpft mit: sie werden größer und kleiner, aber deutlich weniger als das Netz selbst, sodass Namen auch weit herausgezoomt noch lesbar bleiben. Zoomst du sehr weit heraus, blenden sie sich ganz aus, damit die Form des Netzes sichtbar bleibt statt einer Textwand.
Hast du in deinem System „Bewegung reduzieren" eingeschaltet, entfällt die Animation: das Diagramm erscheint direkt in seiner ruhenden Anordnung.
Eine Notiz aus dem Graphen öffnen
Ein Klick auf einen Knoten öffnet die zugehörige Notiz in der Mitte — ein Ziehen zählt dabei nicht als Klick. Der Graph ist allein zum Ansehen da; Verknüpfungen anlegen oder ändern läuft über den Beziehungen-Tab.
Ohne JavaScript
Das Diagramm wird im Browser gezeichnet und benötigt dafür JavaScript. Ist JavaScript ausgeschaltet, erscheint der Graph-Tab gar nicht erst — die gleichen Verknüpfungen führt der Beziehungen-Tab ohnehin als Liste. Auch mit einem Screenreader steht die Nachbarschaft als Liste anklickbarer Einträge bereit, sodass der Graph navigierbar bleibt, ohne das Diagramm sehen zu müssen.